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Parodontologie

Die Parodontologie ist die Lehre vom Aufbau des Zahnbettes, also der Umgebung des Zahnes mit Zahnfleisch und Kieferknochen, und befasst sich mit der Diagnostik und Therapie von Zahnbetterkrankungen ("Parodontose", besser "Parodontitis" genannt). Nicht immer merken Sie selbst, ob sie von einer parodontalen Erkrankung betroffen sind. Denn im Gegensatz zur Werbung blutet das Zahnfleisch nicht immer, wenn bereits eine Parodontitis mit Taschenbildung und Knochenabbau vorliegt. Das kann zum Beispiel der Fall sein bei Patienten, die sehr gewissenhaft und gründlich ihre Zähne sauber halten, aber schicksalsbedingt sehr aggressive Parodontitiskeime aufweisen. Bei Rauchern funktioniert das Warnzeichen des Körpers bei chronischen Entzündungen des Zahnbettes -Zahnfleischbluten - auch oft nicht, weil die winzigen Blutgefäße des Knochens nicht mehr richtig durchgängig sind.

Sterile Papierspitzen, die man mit der Flüssigkeit aus Zahnfleischtaschen vollsaugen lässt, können aufgrund neuester RNA-Analysen der vorgefundenen Bakterien Aufschluss geben, welche aggressiven Parodontitiskeime mit welchem Aktivitätsgrad vorliegen. Die Behandlung einer Parodontitis bei nachgewiesenen aggressiven Keimen kann durch Entfernen harter Ablagerungen auf den Zahnwurzeln und Glätten der Zahnsubstanz sowie gegebenenfalls zusätzlich durch medikamentöse Unterstützung erfolgen. Ziel ist es, die Verfallsprozesse im Zahnbett zu stoppen, also ein Aufhalten des Knochenverlustes, der letztendlich zu Zahnlockerung und Zahnverlust führt.